Barrierefreier Landschaftspfad

Barrierefreier Landschaftspfad

Barrierefreier Landschaftspfad

Naturerlebnis für alle – Herzlich willkommen!

An der Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen liegt der „Barrierefreie Landschaftspfad“. Hier können alle Menschen – mit und ohne Behinderung – Elemente der Region „Kalkeifel“ erleben. „Kalkeifel“ heißt dieser Naturraum der Eifel, weil das Kalkgestein die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Besiedlung durch den Menschen beeinflusst hat. Der bewusste Gebrauch aller Sinne macht die verschiedenen Stationen entlang des Rundweges zum Erlebnis. Viele Sitzbänke und Nischen mit interessanten Ein- und Ausblicken laden zum Verweilen und Entspannen ein.

pdf
Direktdownload: Barrierefreier Landschaftspfad (pdf)
Informationen über den barrierefreien Landschaftspfad um die Eifelhöhen-Klinik.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Aufenthalt und viel Freude.

Der Landschaftspfad – Stationen

1. Lebensraum Teich

Teiche sind Beobachtungs- und Lebensraum für viele Insekten und Amphibien sowie für Wasserpflanzen. Die Keramikschale vor dem Teich zeichnet seine äußere Form nach; darüber hinaus lassen sich in ihrem Inneren die verschiedenen Vegetationszonen ertasten. Vor dem Teich: Modell einer Großlibelle, natürliche Größe etwa 10 Zentimeter (10-fach vergrößert).

2. Eifeler Bauerngarten

Bauerngärten haben im Siedlungsbereich des Rheinlandes eine lange Tradition, sie sind heute jedoch selten geworden. Von den früher geschätzten Heil-, Zier-, Gewürz- und Nutzpflanzen sind etliche ganz in Vergessenheit geraten. Rechts neben dem Eingang zum Bauerngarten liegt ein erhöhtes Randbeet mit typischen Küchenkräutern. In dem keramischen Handlauf auf der Mauer werden die Pflanzen namentlich vorgestellt. Ursprünglich diente der Bauerngarten der Selbstversorgung mit Gemüse und war gleichzeitig Hausapotheke.

3. Lebensraum Streuobstwiese

Streuobstwiesen zeichnen sich durch ein vielfältiges Mosaik verschiedener Kleinlebensräume aus. Auffallend ist der Artenreichtum bunt blühender Kräuter wie Schlüsselblume, Ackerwitwenblume und Flockenblume. Ebenso kann eine Vielzahl von Tierarten, insbesondere Insekten hier beobachtet werden. Auf dieser neu begründeten Streuobstwiese wurden einige alte Obstsorten angepflanzt, die früher weit verbreitet waren. Am Sitzplatz: Modell einer Honigbiene, natürliche Größe ca. 2,5 Zentimeter (40-fach vergrößert).

4. Wacholderbüsche

Wacholderbestände sind für einige Regionen der Kalkeifel bis heute landschaftsprägend. Sie sind Lebensstätte vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Nur durch die Beweidung mit alten Schafrassen können diese Standorte erhalten werden. Davor: Modell eines Schmetterlings, natürliche Größe etwa 7 Zentimeter (15-fach vergrößert).

5. Römischer Meilenstein

Meilensteine standen alle 2 – 3 Kilometer an den römischen Fernstraßen. Sie gaben die Entfernung zur Provinzhauptstadt bzw. zum nächst größeren Ort an. Ebenso nannten sie den Erbauer der Straße und den Zeitpunkt des Baus. Die wichtigste römische Fernstraße in der Eifel führte von Köln durch diese Region über Trier nach Lyon.

Fundort: „Steinrütsch“ bei Nettersheim.
Datierung: 249 – 251 Jahre nach Christus.

6. Tastgarten mit Brunnen

Im Tastgarten werden typische Wildpflanzen der Kalkeifel präsentiert. Der keramische Handlauf um das Hochbeet informiert über die verschiedenen Arten. Die Sitznische vor dem Brunnen lädt zum Verweilen ein. Seine Struktur verdeutlicht die geologische Entstehung der Eifel. Neben dem Tastgarten: Modell eines Laufkäfers, natürliche Größe etwa 4 Zentimeter (25-fach vergrößert).

7. Römische Weihesteine

Der Matronenkult ist die Verehrung von Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen. Seinen Ursprung finden wir bei Kelten und Germanen. Die damalige bäuerliche Bevölkerung erbat sich Fruchtbarkeit für Feld, Vieh und Schutz für die Familie. Diese Weihesteine sind Abgüsse der Originale und zeigen auf einer Bank sitzende Frauen in einheimischer Tracht mit Mantel und Haube. Sie halten Fruchtkörbe in ihren Händen.

Fundort: „Görresburg“ bei Nettersheim
Datierung: Anfang 3. Jahrhundert nach Christus

8. Aussichtspunkt Kloster Steinfeld

In etwa 4 Kilometer Entfernung liegt umgeben von Wiesen, Weiden und Wäldern das Kloster Steinfeld, eine der ältesten westdeutschen Klosteranlagen.
Es wurde im Jahr 920 gegründet und ist seit 1923 Kloster der Salvatorianer.
Im 13. Jahrhundert lebte und wirkte hier der Heilige Hermann–Josef, dessen Verehrung bis heute ungebrochen lebendig ist.
Das Relief aus Bronze zeigt die romanische Basilika und ihre Umgebung.

9. Lebensraum Kalkmagerrasen

Kalkmagerrasen zählen zu den artenreichsten Biotopen der Kulturlandschaft. Viele seltene und geschützte Tiere und Pflanzen vor allem aus dem Mittelmeerraum kommen hier vor. Die Entstehung und Erhaltung dieser Flächen beruht auf historischen Wirtschaftsformen (Abholzung des Waldes, extensive Schafbeweidung). An den beiden Stelen können typische Orchideen und Schmetterlinge ertastet werden.

10. Klangerlebnis

(Zuweg bedingt barrierefrei!)
Durch die unterschiedliche Länge der Hölzer ergibt sich die Klangfolge der Tonleiter.

11. Aussichtsturm „Eifel-Blick“

(Zuweg nicht barrierefrei!)
Der dreieckige, rund 8 Meter hohe Aussichtsturm aus Holz ist ein Standort des eifelweiten Projektes „Eifel-Blicke“ mit 40 besonderen Aussichtspunkten und Fernblicken. Der „Eifelturm Marmagen“ präsentiert einen Rundumblick zum Kloster Steinfeld, auf den Ort Marmagen, bis zum Nationalpark Eifel und über die Eifellandschaft.
Die Blickziele sind auf dem Turm erläutert.